Akupunktur

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Akupunktur ist nicht nur das bloße Einstechen von Nadeln in den Körper; die Akupunktur ist Teil einer ganzheitlichen und auf Beobachtung basierenden Medizin, die von erfahrenen Therapeuten über Jahrhunderte hinweg weitergegeben wurde. In den Jahrhunderten hat sich die Akupunktur über die gesamte Zeit stets weiterentwickelt. Inzwischen gibt es zahlreiche unterschiedliche Varianten.

Klassische Akupunktur

Die Akupunktur gehört zu den fünf therapeutischen Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ist bei uns im Westen die am häufigsten eingesetzte ostasiatische Therapiemethode. Die Akupunktur kann erst im Kontext der TCM ihr ganzes Potenzial entfalten.
Vielen ist bekannt, dass die Akupunktur gut bei Schmerzen des Bewegungsapparates sowie bei Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt werden kann. Doch die Akupunktur findet auch ihren Einsatz in weiteren Bereichen.

In meiner Praxis setze ich die Akupunktur neben der Schmerztherapie, überwiegend bei der Behandlung von mentalen/psychischen sowie psychosomatischen Beschwerden ein.

Die WHO hat eine Indikationsliste für die Einsatzgebiete der Akupunktur veröffentlicht:

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur (Auricolotherapie) ist ein eigenständiges Akupunktursystem.
Im Gegensatz zur klassischen (Körper-)Akupunktur handelt es sich bei der Ohrakupunktur um eine Reflexzonentherapie.
Je nach Beschwerdebild lassen sich Ohrakupunktur und klassische Körperakupunktur gut kombinieren. Bei der Ohrakupunktur werden nicht nur Akupunkturnadeln zur Stimulation eingesetzt. Es gibt die Möglichkeit auch kleine “Kugelpflästerchen” zu kleben, die man dann durch Drücken und Massage mit den Fingern selber stimulieren kann. Auch kleine Dauernadeln kommen häufig zum Einsatz. Diese verbleiben je nach dem, mehrere Tage bis hin zu zwei Wochen.

  • Nach eingehender Anamnese und körperlicher Untersuchung welche auch Puls- und Zungendiagnostik einschließt, wird eine Diagnose gestellt und ein entsprechender Therapieplan erstellt.
  • Für die Akupunktur nutze ich feine, sterile Stahlnadeln. Je nach Beschwerdebild setze ich unterschiedlich viele Akupunkturnadeln an bestimmten Punkten entlang des Leitbahnsystems.
  • In der Regel ist der eigentliche Einstich nahezu schmerzlos. Wichtig ist jedoch das Gefühl, wenn die Nadel das Qi ‚erreicht‘ (De-Qi-Gefühl). Hierbei handelt es sich je nach Punkt, um ein Gefühl, dass sich entweder ‚elektrisch‘, ‚kribbelnd‘ oder ‘dumpf‘ anfühlen kann und sich häufig entlang des jeweiligen Meridians bemerkbar macht.

Nachdem alle Punkte akupunktiert wurden, verbleiben diese für etwa 25-30 Minuten. Insgesamt können Sie für eine Sitzung etwa eine volle Stunde einplanen.

Die Behandlung mit Akupunktur ist nebenwirkungsarm und sehr sicher. Die häufigsten Begleiterscheinungen in meiner Praxis sind:

  • Punkt blutet nach dem Ziehen der Nadel etwas nach (dies ist jedoch keine Nebenwirkung). Es kann dann zu kleinen Blutergüssen kommen.
  • Einige meiner PatientInnen sind nach der Behandlung müde.
  • Es kann zu Schmerzen im Bereich der Nadeln kommen.

Während einer TCM-Behandlung kommt es nicht zu einer ‘Erstverschlimmerung’ wie man es z.B. aus der Homöopathie kennt.

Die Akupunktur ist in der Regel nicht schmerzhaft. Einige PatientInnen verspüren leicht den Einstich.
Während die Nadeln liegen, kommt es häufig vor, dass sich die Nadeln ‘bemerkbar’ machen. Einige PatientInnen verspüren ein Kribbeln, Wärme, einen sich ausbreitenden Druck um den Punkt herum.

Wieviele Behandlungen notwendig sind, hängt von vielen Faktoren ab. Bei akuten Beschwerden reichen oftmals wenige Behandlungen aus; bei chronischen, langjährigen Erkrankungen muss man in der Regel mehrer Behandlungen einplanen.
Ein typischer Behandlungszyklus umfasst in der Regel 10 – 15 Behandlungen. Dies ist jedoch keine feste Größe

Die Behandlungskosten werden in der Regel von privaten Krankenversicherungen übernommen. Private Zusatzversicherungen erstatten im Rahmen der im Vertrag vereinbarten Leistungen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten nicht.

Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin:
Wie die meisten Naturheilverfahren wird die Traditionelle Chinesische Medizin in Ihren verschiedenen Therapieformen von der Schulmedizin nicht anerkannt. Sie gehört nicht zum allgemeinen medizinischen Standard. Wissenschaftliche Beweise seien noch nicht ausreichend erbracht worden und die Wirksamkeit ist nicht hinreichend gesichert und anerkannt. Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.
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