Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur (Auricolotherapie) ist ein eigenständiges Akupunktursystem, das strenggenommen nichts mit der Traditionellen Chinesischen Medizin zu tun hat. Begründer der modernen Ohrakupunktur ist der französische Arzt Dr. Paul Nogier.

Die einzige Gemeinsamkeit zur klassischen Akupunktur ist, dass feine Akupunkturnadeln zum Einsatz kommen.
Im Gegensatz zur klassischen Akupunktur handelt es sich bei der Ohrakupunktur um eine Reflexzonentherapie.
Bei der klassischen Akupunktur hingegen, werden überwiegend Nadeln entlang von Leitbahnen platziert.

So wie auch bei anderen Reflexzonentherapien (z.B. Fußreflexzonenmassage), gilt hier das Prinzip: Pars pro toto (bedeutet übersetzt: Ein Teil [steht] für das Ganze).
Man kann also sagen, dass der gesamte Mensch im Ohr „steckt“. Werden bestimmte Stellen am Ohr gereizt (zum Beispiel durch Akupunkturnadeln), können Störungen, Schmerzen und Erkrankungen in den entsprechenden Organen oder Körperteilen effektiv behandelt werden.
Je nach Beschwerdebild lassen sich Ohrakupunktur und klassische Körperakupunktur gut kombinieren.

Bei der Ohrakupunktur werden nicht nur Akupunkturnadeln zur Stimulation eingesetzt. Es gibt die Möglichkeit auch kleine „Kugelpflästerchen“ zu kleben, die man dann durch Drücken und Massage mit den Fingern selber stimulieren kann. Auch kleine Dauernadeln kommen häufig zum Einsatz. Diese verbleiben je nach dem, mehrere Tage bis hin zu zwei Wochen.

Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin:
Wie die meisten Naturheilverfahren wird die Traditionelle Chinesische Medizin in Ihren verschiedenen Therapieformen von der Schulmedizin nicht anerkannt. Sie gehört nicht zum allgemeinen medizinischen Standard. Wissenschaftliche Beweise seien noch nicht ausreichend erbracht worden und die Wirksamkeit ist nicht hinreichend gesichert und anerkannt.